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Das Schloss Sigharting im Besitz der Gemeinde Sigharting

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1870 wurden die ehemaligen Schlossgründe mit Ausnahme der zwei Forste von den Hofmarktinsassen ersteigert. Im Schlosshof stellte man eine Remise für eine Feuerspritze auf. 1879 wurde ein zweites Klassenzimmer im 2. Stock eingerichtet. Eine Vergrösserung der Abortanlagen erfolgte 1880; ein Teil des Holzschindeldaches musste 1889 umgedeckt werden. Der Hofbrunnen wurde 1891 zugeschüttet und ein neuer gegraben. 1894 befand sich im Schloss die Schreibstube eines Kaiserjägerregiments und des Regiments 14, die in der Umgebung Manöver abhielten. 1904 bekam das Schloss ein Ziegeldach. Dabei wurde leider das achteckige, mit einem Zwiebeldach versehene Glockentürmchen an der Westseite entfernt. Das Loch für das Glockenseil war noch bis in die jüngste Zeit im 2. Arkadengang zu sehen. Die steinernen Umrahmungen und Holzjalousien an den Fenstern wurden entfernt und die Quadratischen Fenster des Erdgeschosses mit Ausnahme des Kellerfensters auf Normalgröße erweitert. Diese Arbeiten kosteten 60.000 Kronen, 1905 wurde der Wohntrakt des Schlossmeierhofes abgerissen.

 

Um 1910 wollte nach Aussage eines alten Gemeinderates der Heilpraktiker Valentin Zeileis das Schloss kaufen, ehe er sich in Gallspach niederliess. Der Gemeinderat war gegen den Verkauf, „weil man sonst kein Schulhaus gehabt hätte…“ 1913 wurde der Wirtschaftstrakt des Schlossmeierhofes bis auf die Scheune abgetragen. 1936 zog der Gendamerieposten ins Schloss. 1939 wurde im 2. Stock das Standesamt eingerichtet. 1944 bzw. 1945 waren die Schulräume im Schloss mit Flüchtlingen aus dem Osten und aus Schlesien belegt.

 

1950 schlug ein Blitz unterhalb des Schlosses in eine Eiche. Durch den Luftdruck wurden viele Fensterscheiben zerstört. 1953 wurde das Schloss aussen und 1954 innen mit frischem Putz versehen, 1955 die Nord- und Ostseite des Daches umgedeckt, ausserdem verlegte man zwei neue Eichenstiegen. 1958 bekam der untere Turm ein Eternitdach. 1962 wurde der Hofbrunnen um einen Meter weiter vorne neu geschlagen und 1963 der so genannte Schloss- oder Herndlstadel als Rest des einstigen Meierhofes abgetragen. Der Weg vom Schloss zur Kirche erhielt einen Plasterbelag, der Hofbrunnen, einst 30 Meter tief von Schlosser Stoll geschlagen, ein neues Becken. An der Westseite des Schlosses errichtete man 1960 eine Holzhütte mit 6 Boxen. Für die neue Volksschule baute man 1969 unterhalb des Schlosses eine Garage für Fahrräder. Im gleichen Jahr zog die Volksschule aus, der letzte Inwohner aber erst 1977.

 

Heute befinden sich im Schloss Seminarräume, die Bezirkslehrerbibliothek, die Heimatstube, das Schlossstüberl und eine Galerie, die für Ausstellungen aller Art Verwendung findet.

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 Eine grosse Attraktion des Schlosses ist der bekannte „Innviertler Adventmarkt“.

 

Mit ca. 10 000 Besuchern zählt er als einer der grössten Adventmärkte im Innviertlel.

 

(Nächster „Innviertler Advent“ ist wieder am 1. und 2. Adventwochenende 2007).

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